Systemkontext
Aus Cascade
Der Systemkontext definiert alle Aspekte der Umgebung die in Beziehung eines Systems stehen. Diese Aspekte können zu verschieden Typen gehören. Diese sind u.a.:
- Personen (z.B. Stakeholder)
- Systeme im Betrieb (andere technische Systeme oder Hardware)
- Prozesse (z.B. Geschäftsprozesse)
- Dokumente (z.B. Gesetze oder Standards)
Der Systemkontext grenzt sich zum Einen vom zu entwickelnden System selbst ab zum Anderen auch zum irrelevanten Teil der Umgebung. Diese Abgrenzungen heißen System- bzw. Kontextgrenze.
Innerhalb der Systemgrenze befinden sich alle Aspekte die im Entwicklungsprozess verändert bzw. gestaltet werden.
Die Kontextgrenze grenzt diejenigen Aspekte, die relevant für die Umgebung des geplanten Systems sind, von den anderen Aspekten, die irrelevant sind, ab. D.h., das die Aspekte identifiziert werden, die keinen Enfluss auf das System haben und somit keinen Einfluss auf die Anforderungen des Systems haben.
In der Systemabgrenzung sowie in der Kontextabgrenzung gibt es eine Grauzone in der nicht genau feststeht, ob z.B. eine bestimmte Funktionalität vom System abgebildet werden soll (Systemabgrenzung) oder ob ein neues Gesetz Einfluß auf das System haben könnte (Kontextabgrenzung).
Am Ende des Entwicklungsprozesses ist die Systemgrenze meist präziese definiert, wo hingegen die Kontextgrenze bei komplexen System sich einer präzise und vollständige Identifizierung entzieht.
Der Systemkontext wird am häufigsten mit Use-Case-Diagrammen oder Datenflussdiagrammen dokumentiert.